Frühchenstation bleibt weiterhin geschlossen

Frühchenstation bleibt weiterhin geschlossen


News OldenburgDie Frühchen-Station im Klinikum Bremen-Mitte bleibt nach dem erneuten Keimbefall weiterhin geschlossen. Erst 2015 soll sie in einem Neubau auf dem Gelände wiedereröffnet werden, teilte Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) am Freitag mit. Bis das Eltern-Kind-Zentrum, dass bereits vor dem Keim-Skandal geplant war, eröffnet, werden in zwei anderen kommunalen Krankenhäusern für eine Million Euro Versorgungskapazitäten für Frühchen geschaffen. Diese Einrichtungen sollen auch nach der Eröffnung der neuen Frühchenstation am Klinik Bremen-Mitte bestehen bleiben.
Jürgens-Pieper erklärte, dass so auch bei künftigen Problemen Risikoschwangere in Bremen betreut werden können. Das bisherige Konzept einer zentralen Einrichtung wird damit aufgegeben, hieß es weiter. Für 750.000 Euro werden im Klinikum Links der Weser Versorgungsmöglichkeiten für Frühgeborene unter 1.250 Gramm geschaffen. Im Klinikum Bremen-Nord hingegen richtet man für 250.000 Euro Kapazitäten für die Aufnahme von stabileren Frühchen bis 1.500 Gramm ein.
Jürgens-Pieper lehnte es allerdings ab, das Eltern-Kind-Zentrum am Klinikum Links der Weser statt am Krankenhaus Mitte zu bauen. Sie begründete das damit, dass so Mehrkosten in Höhe von 32 Millionen Euro verursacht worden wären.
Die Geburtshilfe im Klinikum Mitte bleibt unterdessen geschlossen. Ende April kann voraussichtlich entschieden werden, welche Perspektive diese Station hat, erklärte die Geschäftsführerin des Klinikverbundes Gesundheit Nord, Jutta Dernedde. "Solange die Ursache des erneuten Keimbefalls auf der Frühgeborenenstation nicht gefunden wird, können wir eine Wiedereröffnung nicht ins Auge fassen", hieß es von der Senatorin. Grundsätzlich ginge die Sicherheit der Patienten gehe vor. Dernedde räumte zudem ein, dass auch das betroffene Klinikpersonal verunsichert sei.
2011 starben wegen mangelhafter Hygiene drei Kinder auf der Frühgeborenen-Station im Klinikum Mitte, mehrere Kinder erkrankten. Die Abteilung wurde im November geschlossen und nach umfangreichen Desinfektionsmaßnahmen Anfang Januar wieder neu eröffnet. Der Keim aber tauchte nur wenige Woche später wieder auf und es starben zwei weitere Kinder. Unklar sind bislang die Gründe für den erneuten Keimbefall.
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