Ansturm auf Unis wegen doppeltem Abiturjahrgang in Niedersachsen
Während in Niedersachsen die letzten Abiturprüfungen gerade erst bestanden sind, machen sich einige Schüler ernste Gedanken über ihren Studienbeginn. Wie das niedersächsische Kultusministerium mitteilte, verlassen aufgrund des es ersten Jahrgangs in Niedersachsen, der das Abitur nach der 12. Klasse gemacht hat, mehr als 100.000 Schüler die Schule. Das sind rund ein fünftel mehr als in den vergangenen Jahren. Rund 50.000 Schüler davon erwarben die allgemeine Hochschulreife.
Niedersachsen sieht sich aber was die Situation an den Hochschulen betrifft gut gewappnet. Zum diesjährigen Wintersemester gibt es laut dem Ministerium ca. 7.500 zusätzliche Studienplätze. Wie diese Plätze verteilt werden, dürfen die Hochschulen selbst entscheiden. Damit blicken die meisten Hochschulen im Land zuversichtlich dem Studenten-Ansturm entgegen. Isa Lange, Sprecherin der Stiftung Universität Hildesheim, die 250 zusätzliche Plätze geschaffen hat, davon aus, dass die Studenten nicht schwerer einen Platz ergattern können, als in den Vorjahren. Bereits seit vier Jahren wurden die Studienkapazitäten in Hildesheim um mehrere Hundert Plätze ausgebaut. Da die Leibniz Universität Hannover davon ausgeht, dass die beliebten Fächer weiteren Zulauf bekommen werden, wurden mehr als 1.000 zusätzliche Plätze in den zulassungsbeschränkten Fächern wie Wirtschafts- sowie Rechtswissenschaften geschaffen. Ähnlich sieht es in Göttingen aus, denn hier wurden zusätzliche rund 900 Plätze, überwiegend in besonders nachgefragten Studiengängen wie BWL, Wirtschaftspädagogik oder Lehramt, eingerichtet.
Weiterhin müssen sich die Studenten auch wohl nicht mit dem Gedanken einer 6-Tage-Woche anfreunden. Es sei nur bedingt notwendig. Veranstaltungen am Abend und am Samstag einzurichten. Zwar sind derartige Termine in Hannover geplant, aber sie werden die Ausnahme sein. Die meisten Standorte haben zudem für zusätzliches Lehrpersonal und Vorlesungsräume gesorgt. So plant etwa die Universität Braunschweig bei Bedarf Kinosäle oder auch die Stadthalle anzumieten.
Problematisch kann es allerdings im Bezug auf Wohnraum werden, denn der Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover teilte mit, dass die rund 2.300 Wohnheimplätze jedes Jahr komplett belegt sind. Geld für Neubauten würde nicht zur Verfügung stehen, denn die vorhandenen Mittel werden von den Sanierung der teilweise mehr als 40 Jahre alten Wohnheime verschlungen. In Göttingen stehen derzeit mehr als 1.000 angehende Studenten auf der Warteliste. Damit man den Wohnungssuchenden unkompliziert helfen kann, hat sich das Studentenwerk Hannover mit den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften arrangiert. Auch wenn diese ebenfalls nur wenig freien Wohnraum zu bieten habe, wolle man helfen wo es nur geht.
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Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Oldenburg (Oldenburg)
Bundesland:
Niedersachsen
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
4 m ü. NN
Fläche:
102,96 km²
Einwohner:
161.334
Autokennzeichen:
OL
Vorwahl:
0441
Gemeinde-
schlüssel:
03 4 03 000