Inklusion: Konstituierende Sitzung der Steuerungsgruppe
09.12.13, 0820/13se
Begleitung aller Arbeitsgruppen bei Erstellung eines Kommunalen Aktionsplans
Foto: Stadt Oldenburg
Oldenburg. Die Stadt Oldenburg erstellt derzeit unter breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft den "Kommunalen Aktionsplan Inklusion". In einem groß angelegten Prozess arbeiten stadtweit bereits Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Handlungsfeldern. Eine Steuerungsgruppe wird diesen Prozess lenken. In dieser arbeiten 18 Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wohlfahrtsverbände, der Oldenburger Ratsfraktionen sowie der Stadtverwaltung zusammen. Die konstituierende Sitzung der Steuerungsgruppe fand am Montag, 9. Dezember, im Alten Rathaus statt.
Grundlage für die Umsetzung der Inklusion ist der Ratsbeschluss "Oldenburg will Inklusion". Der Beschluss beauftragt die Stadtverwaltung die inklusive Bildung im Bereich Schule zu forcieren, mit den Bürgerinnen und Bürgern einen Aktionsplan zu erstellen und auch die Stadtverwaltung inklusiv auszurichten. Das Besondere: Inklusion wird umfassend verstanden, als allgemeines Menschenrecht, also für alle Menschen unabhängig von zum Beispiel Alter, Behinderung, Herkunft, sozialem Status, sexueller Orientierung. Ein Kommunaler Aktionsplan Inklusion soll 2015 vom Rat der Stadt Oldenburg verabschiedet werden. "Inklusion hat das Potenzial die Gesellschaft in ihren Grundstrukturen zu verändern", so Oberbürgermeister Gerd Schwandner.
Die Projektstruktur des "Kommunalen Aktionsplans Inklusion" ist getragen von Arbeitsgruppen, einer SprecherInnen-Runde und der Steuerungsgruppe:
In den Arbeitsgruppen engagieren sich mit dem Anspruch der vielfältigen Zusammensetzung zahlreiche Menschen. Aktiv sind derzeit sieben Handlungsfelder: Arbeit und Beschäftigung, Kultur und Freizeit, Inklusive Werte, Mobilität und Beförderung, Bildung, Beteiligung und Mitsprache sowie Wohnen und Versorgung. Die Handlungsfelder Energie und Umwelt sowie Wohlbefinden und Gemeinschaft werden noch begründet.
Das zweite wichtige Gremium ist die so genannte SprecherInnen-Runde. In diese wurden aus jeder Arbeitsgruppe zwei Personen entsandt. Die Runde sichert den Austausch zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen und sorgt für Transparenz des Prozesses in die Zivilgesellschaft, die Politik und Verwaltung. Sie wird auch für den einheitlichen Guss des Aktionsplans sorgen.
Die am 9. Dezember gegründete Steuerungsgruppe soll die Erstellung der Aktionspläne in Zivilgesellschaft und Verwaltung unterstützend begleiten und Stolpersteine aus dem Weg räumen helfen. Die Steuerungsgruppe wird wie die SprecherInnen-Runde bei ihrer Arbeit von der Montag Stiftung unterstützt.
Mitglieder der Steuerungsgruppe sind von Seiten der Verwaltung: Oberbürgermeister Gerd Schwandner (Vorsitzender), Sozialdezernentin Dagmar Sachse (stellvertretende Vorsitzende), Joachim Guttek (Leiter des Amtes für Controlling und Finanzen), Inka Thole (Agenda-Beauftragte).
Teilnehmer von Seiten der Zivilgesellschaft sind: Meike Dittmar, Peter von der Dovenmühle, Taibe Mehrabani, Thorsten Haupt, Nina Rühaak, Janne Koch sowie Irina Börchers. Aus der Politik nehmen teil: SPD (Name stand zum Zeitpunkt des Versands der Pressemitteilung noch nicht fest), Klaus Raschke (CDU), Andrea Hufeland (Bündnis 90/Die Grünen), Die Linke./Piratenpartei (Name stand zum Zeitpunkt des Versands der Pressemitteilung noch nicht fest), Franz Norrenbrock (FDP/WFO).
"In allen Prozessen wird zunehmend deutlich, dass Inklusion eine Qualität des Weges und nicht nur des Zieles hat", so Susanne Jungkunz, Leiterin der städtischen Fachstelle Inklusion. "Auch stellt Inklusion Selbstverständliches in Frage, der Dialog wird wichtiger als die Diskussion. Echtes Zuhören, der Blick auf die jeweiligen Ressourcen, Empathie und der Respekt im Miteinander sind Stichworte, die die gemachten Erfahrungen illustrieren. Wir hoffen in allen beteiligten Gruppen diese inklusive Kultur der Zusammenarbeit entwickeln zu können".
In der Steuerungsgruppe ist man überzeugt: Inklusion gelingt nur partizipativ. Partizipation bedeutet dabei: Betroffene und Interessierte zur Mitarbeit zu gewinnen, die Bedürfnisse der vielfältigen Gruppen zu kennen und die Umsetzung der Maßnahmen auf möglichst alle Schultern zu verteilen. "Unsere Stärke in Oldenburg, auf die wir aufbauen können, ist das hohe zivilgesellschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger", so Jungkunz.
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Hinweis an die Redaktionen:
Ein honorarfreies Foto der konstituierenden Sitzung der Steuerungsgruppe finden Sie ab circa 18 Uhr zum Herunterladen im Internet unter www.oldenburg.de/pressemitteilungen. Foto: Stadt Oldenburg
Quelle: http://www.oldenburg.de/nc/pressemitteilungen.html
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