Applaus für Bronikowski
27.04.15, 0285/15se
Kai Weyand liest im Wilhelm13
Foto: Timna Körber.
Oldenburg. Der Freiburger Schriftsteller Kai Weyand verfügt über einen ausgeprägten Sinn für absurde Komik. Am Mittwoch, 6. Mai, präsentiert er im Programm des Literaturbüros seinen aktuellen Roman "Applaus für Bronikowski", der diese literarische Vorliebe aufs Schönste unter Beweis stellt. Die Lesung findet im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt und beginnt um 20 Uhr. Michael Vauth, ein Mitarbeiter des Literaturbüros, stellt den Autor vor und spricht mit ihm über seinen Roman, dessen Protagonist eher zufällig in einem Beerdigungsinstitut zu arbeiten beginnt. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten können online unter www.wilhelm13.de oder telefonisch unter der Nummer 0441 235-3014 beim Literaturbüro vorbestellt werden.
Der Held in Kai Weyands Roman heißt Nies und ist schon über dreißig, aber manchmal wirkt er noch alles andere als erwachsen. Noch immer nimmt er es seinen Eltern übel, dass sie allein nach Kanada auswanderten, als er noch ein halbes Kind war. Während sein älterer Bruder erfolgreich bei einer Bank arbeitet, hat er an einer Karriere kein Interesse. Eher durch Zufall findet er Arbeit in einem Bestattungsinstitut und die Begegnung mit dem Tod verlangt ihm einiges ab. Denn auch Verantwortungsgefühl zählte bislang nicht zu seinen herausragenden Fähigkeiten. Doch während Familie und Freunde sich angesichts seines neuen Arbeitsplatzes mit Grauen abwenden, erfährt Nies bei der Beschäftigung mit den Toten eine Art von Glück, die er zuvor nicht kannte.
Kai Weyands Roman offenbart nicht nur, dass der Beruf des Bestattungshelfers entgegen aller Klischees hochabwechslungsreich ist. Er schlägt auch ernstere Töne an und stellt eindringlich dar, dass die Würde des Menschen nicht mit seinem Tod endet: Es gelingt dem Schriftsteller, ebenso komisch wie respektvoll über den Umgang mit dem Tod zu schreiben.
Kai Weyand (1968 geboren) studierte in Freiburg und war als Lehrer an einer Schule für Erziehungshilfe und in der Erwachsenenbildung tätig. Von 2001 bis 2005 leitete er gemeinsam mit Martin Gülich das Freiburger Literaturbüro. Er wurde mit dem ersten Preis beim open mike der LiteraturWERKstatt Berlin, dem Irseer Pegasus und dem Bolero-Literaturpreis ausgezeichnet. 2006 nahm er am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis teil.
Quelle: http://www.oldenburg.de/nc/pressemitteilungen.html
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