Betonplatten auf Autobahnen lösen sich wegen der großen Hitze
Es ist einfach zu heiß in Deutschland. Darunter leiden nicht nur viele Menschen, sondern auch die Autobahnen. So ragen beispielsweise die Betonplatten auf der A29 teilweise bis zu 30 Zentimeter aus dem Boden. Nördlich von Oldenburg ist die Autobahn nun für mehrere Tage in eine Richtung komplett gesperrt. Die Betonplatten haben sich durch die Sommerhitze von der Fahrbahn abgehoben. Ein Sprecher der Polizei in Oldenburg berichtete, dass die Fahrbahn zwischen Varel-Bockhorn und Zetel in eine Richtung komplett gesperrt ist. Hier waren zwei Betonplatten gebrochen und ragen nun bis zu 30 Zentimeter aus dem Boden.
Ein 63-jähriger Autofahrer sei auf diese kleine Rampe" aufgefahren und habe dadurch kurzzeitig den Kontakt zur Fahrbahn verloren. Danach sei er mit seinem Fahrzeug sehr hart auf den Boden geprallt. An seinem Wagen entstand ein Sachschaden in Höhe von 3.000 Euro.
Straßenschäden bei einer solchen Hitze sind ein häufiges Problem. Auch in Niedersachsen hatte es Anfang Juli Schäden auf der A7 gegeben, die ebenfalls in der Hitze begründet waren. Auf einer Strecke von rund 20 Meter hatten sich Bodenwellen gebildet. Wenn die Autos über diesen Abschnitt fuhren, gab es häufig Trümmerteile, die dann bei Hannover und Göttingen auf der Straße lagen.
Nach den tropischen Temperaturen der letzten Tage und dem harten Winter schätzt der Auto Club Europas (ACE) mit Straßenschäden in Millionenhöhe. Der asphaltierte Straßenbelag weicht aufgrund der hohen Temperaturen auf, was ein aktuelles Problem darstellt. Vielbefahrene Strecken werden dadurch aber auch für später auftretende Schäden anfällig, sagte der ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Sind die Fahrbahnen weich, verursachen schwere Lastwagen Spurrillen. Das wiederum erhöht das Schleuder- und Unfallrisiko z.B. für Wohnwagengespanne enorm.
Nicht zu unterschützen sind aber auch die Kosten für die Beseitigung solcher Schäden. Der ACE schätzt die Kosten für die Beseitigung der Winterschäden auf mehr als 2,5 Milliarden Euro. Wie hoch die Schäden der Sommerhitze sind, kann noch nicht abgesehen werden. Hinzu kommt, dass ohnehin schon mehr als 64.000 Kilometer des rund 400.000 Kilometer umfassenden Straßennetzes seit Jahren in einem schlechten Zustand sind. Der ACE gibt zu bedenken, dass die Löcher in den Straßen nicht mehr nur geflickt werden können. Hilfreich wäre nur eine Generalüberholung, deren Kosten Schätzungen zufolge rund 25 Milliarden Euro betragen würden.
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Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Oldenburg (Oldenburg)
Bundesland:
Niedersachsen
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
4 m ü. NN
Fläche:
102,96 km²
Einwohner:
161.334
Autokennzeichen:
OL
Vorwahl:
0441
Gemeinde-
schlüssel:
03 4 03 000